Vor Weihnachten ist er endlich fertig geworden, mein Parka nach dem Schnitt aus der Ottobre Herbst/Winter 2013.

Parka Ottobre Fall Favorite

 

Kopfzerbrechen machte mir die Anleitung, nach der Futter und Oberstoff wie ein Teil zusammen verarbeitet werden sollten. Das fand ich eher seltsam, würden dann doch die Nähte innen offen liegen. Ausserdem war es mir wichtig, die Jacke auch einigermassen warm zu bekommen, deshalb habe ich ein Thermovlies mit verarbeitet. Ich Schlaumi nähte Oberjacke und Innenfutter nebst Vlies getrennt, so dass ich quasi zwei Jacken hatte:

Die Kapuze ist nicht mit Thermovlies gefüttert, ich hasse es wenn eine Kapuze so dick auf den Schultern liegt und das Schal-drum-Tüddeln ist dann auch wurschteliger. Die im Schnittmuster vorgesehenen Patten-Brust-Taschen habe ich weggelassen, bei dem hellen Stoff wären Fehler sehr auffällig gewesen und Pattentaschen sind nebst Reissverschlüssen Angstgegner. Dafür hat mein Parka Seitentaschen spendiert bekommen:

Neue Nahttasche Parka Ottobre
Neue Nahttasche Parka Ottobre

 

Und von innen sieht er so aus:

 

 

Ursprünglich hatte ich die absolut fantastische Idee, die Jacke mit einer Art taupe-farbenen Zottelvlies zu füttern. Dieser war aber recht schwer und dann noch extrem dehnbar, ich glaube wir wären Feinde geworden. So ist dieses Stück Stoff dann jetzt Freund vom Hund und dient im Fussbreich als Deckchen.

Zottelflies für Zottelviech (klingt so schön, Beagle hat aber kein Zottelfell...)
Zottelflies für Zottelviech (klingt so schön, Beagle hat aber kein Zottelfell…)

 

Tatsächlich ist der Parka ohne Näh-Mojo und Begeisterung entstanden. Ich wollte nur diesen Stoff in der seltsamen Farbe irgendwie aus meinem Schrank haben. Und wie es manchmal bei ungeliebten Projekten passiert: Ich mag ihn. Wir sind Freunde.

 

Glückliche Parka-Besitzerin an Waldtreppe.
Glückliche Parka-Besitzerin an Waldtreppe.

Wie angekündigt hier noch ein paar Gedanken zum neuen (Näh-)Jahr. Ich habe eine explodierende Schnittsammlung und einen prall gefüllten Stoffvorrat, weniger kaufen mehr Bestand verwenden wäre also schon mal ganz gut. Gern würde ich eine richtige Linie in meinen Kleiderschrank bringen, die meisten Sachen lassen sich nicht wirklich miteinander kombinieren und oftmals bin ich mir auch unsicher, ob ich und das Kleidungsstück so richtig zusammen passen. Deshalb steht als nächstes auf meiner Agenda eine Farb- und Stilberatung, ich werde berichten.

 

Und ganz unbedingt möchte ich sorgfältiger Nähen, noch mehr Liebe und Mühe in die Kleidungsstücke stecken. Das habe ich mir ganz fest vorgenommen. Qualität vor Quantität. Wenn dann Quantität auch mit Qualität einhergeht ist das natürlich kein Problem. Und Ihr so? Zumindest Eure Werke schau’ ich mir jetzt beim Creadienstag an!

 

 

 

 

 

 

 

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8 comments

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Sehr schön geworden ist Dein Parka und die Entscheidung, wie auch immer geartete Taschen auf der Brust wegzulassen, finde ich gut. Die nutzt man sowieso nicht (außer vielleicht für einen Fahrschein – alles andere macht da ja völlig bescheuerte Beulen). Die Farbe steht Dir und sportlich kombiniert mit Jeans sieht es super aus. Deine Nähpläne würde ich auch sofort unterschreiben: Mehr vorhandene Stoffe und Schnittmuster nähen. Aber ich bin ein notorischer in Nähzeitungen-Blätterer (vornehmlich beim Wochenendeinkauf) und dann fliegt doch eine mit auf den Einkaufswagen, hm – was soll man dagegen tun? Aber an meinen Stoffvorrat will ich wirklich ran. Und seit ich blogge, arbeite ich auch akkurater und ordentlicher und nehme mir wirklich Zeit für einzelne Nähprojekte, damit ich auch bei Qualität und Techniken mitreden kann.
Ich freue mich drauf, auch 2017 bei Dir zu lesen.
Liebe Grüße von Ina

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Liebe Ina, das mit den Nähzeitungen kenne ich auch. Dabei ist das irgendwie auch Quatsch, ich glaube ich habe so viele Schnittmuster dass ich die jeweils so abwandeln könnte wie in der Zeitschrift. Aber da bin ich dann auch faul… LG, Tanja

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Da bin ich ganz bei dir. Weniger Neues kaufen – mehr vorhandenes nutzen. Use what you have.
Das ist auch mein Motto für 2017. Mal sehen, wie ich durchhalte.

Dein Parka ist klasse. Toll, dass du vorhandenes vernäht hast und dann noch mit so einem tollen Ergebnis.
LG von Astrid

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Hihi. Immer schön zu merken dass es anderen auch so geht ! LG, Tanja

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Ein Stoff aus dem Vorrat ist ja schon mal sehr gut. Der Parka auch. Mit Plüsch wäre er sicher auch toll geworden – ich habe so einen in gekauft.
Aber ob ich das so vernäht hätte weiß ich ehrlich gesagt auch nicht. Der Hund freut sich, oder?
Oberstoff und Futter in einem, bei einem Parka? Na, da hat es sich ja ottobre einfach gemacht mit der Anleitung. Zum Glück denkt Frau mit und sagt, so nicht. Hätte ich auch so genäht.
Stil – und Farbberatung. Ich glaube das kann ich nicht. Am Ende sagen mir die schwarz steht ihnen überhaupt nicht. Ich liebe aber schwarz und gefällt mir extrem gut an mir. Und denke immer alles was ich mit schwarz kombinieren kann, also an Farbe, das passt auch zu mir.
Und mit Schminke, da habe ich null Ahnung. Technik und Farbe.
lg monika,

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Liebe Moni, wenn Du Dich in schwarz wohlfühlst ist doch alles fein. Ich muss nur ab und zu wirklich früh raus und greife dann lieblos zu irgendwas in meinem Kleiderschrank. Und neben Früh-Aufsteh-Blässe macht mich dann die Klamotte auch nicht gerade munterer. Deshalb wäre es einfach prima, einen farblich passenden “Grundstock” im Schrank zu haben. Alternativ leg ich mir ab und zu die Sachen auch schon abends raus, aber das schaff ich auch nicht immer. Und im Gegensatz zu Dir hab ich meine Farbe noch nicht so gefunden und erhoffe mir da erhellende Momente.
Der Beagle liebt das Zottelzeug, ganz herrlich. Erst einmal wird 5 Minuten gescharrt und dann geschnarcht 🙂
LG und hab’ einen schönen Tag, hier im Norden stürmt es wie blöd, Kopfschmerzwetter… Tanja

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Prima geworden! Auch die Farbe finde ich für eine Jacke erstaunlich gut – solche dunkelbeige-bis-Rostrot-Töne findet man irgendiwe schon seit Jahren kaum noch, das ist jetzt schon fast ungewohnt. Ich bin auf deine Farbberatungs-Erfahrungen gespannt. Einerseits wäre es schön, ein einfaches “Rezept” zu haben, nach dem man sich richten kann – aber was macht man, wenn einem die vorgeschlagenen Farben nicht gefallen. Wie Monika möchte ich das für mich gar nicht so genau wissen.

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Ach, da bin ich stumpf. Wenn mir nicht-mit-mir-korrespondierende Farben trotzdem gefallen würd ich sie tragen. Glaube ich. Mal sehen… Bin selbst sehr gespannt! LG, Tanja

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